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Coursing

Als Züchter lege ich größten Wert auf die „Funktionalität“ meiner Greyhounds. Die Greyhounds von Straight ahead sind Allrounder; diese Hunde werden an Zuchtschauen gezeigt und nehmen auch an Trainingsläufen auf der Rennbahn und an Coursings teil (siehe Bildergalerie IV).

In diesem Artikel habe ich grundlegende Informationen zum Coursing zusammen gefasst. Detailliertere Infos zu diesem Themengebiet finden Sie in der Quellenangabe am Textende.

Inhalt:

Straight ahead Aponi mit ihrer Mutter Momo (Dahmrak´s Once again)

Definition Coursing

Als Coursing bezeichnet man die Jagd nach dem „falschen Hasen“. Dabei wird eine echte Hasenhetze simuliert und das Jagdverhalten der Windhunde bewertet. Die Beute, die meist aus auffälligen Plastikstreifen besteht (in der Schweiz aus einem echten Hasenfell) wird an einem Seil entweder über Umlenkrollen am Boden oder über ein Rollensystem an mehreren Galgen gezogen.

Die Streckenlänge variiert von ca. 400 bis 700 Meter für Windspiele und Whippets sowie von ca. 500 bis 1.000 Metern für alle anderen Windhunderassen.

Grundsätzlich gibt es bei offiziellen Coursings immer zwei Durchgänge pro Hund, wobei im Idealfall immer zwei Hunde miteinander laufen.

Coursingrichter, Bewertungskriterien

Beim Coursing wird das Jagdverhalten der Windhunde von speziell geschulten Coursingrichtern anhand folgender Kriterien bewertet:

  1. Schnelligkeit
  2. Eifer
  3. Intelligenz
  4. Gewandtheit und
  5. Kondition

Jeder Richter kann maximal 20 Punkte für jedes der vorgenannten Merkmale vergeben, also bis zu 100 Punkte pro Lauf und Hund. Das sind bei zwei Durchgängen höchstens 200 Punkte pro Hund.

Je nachdem, wie viele Richter im Einsatz sind, summieren sich die erreichten Punkte (bei zwei Richtern höchstens 400 – bei drei Richtern maximal 600 Punkte pro Hund).

Letztlich gewinnt der Windhund mit den meisten Punkten.

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Momo & Aponi

Coursinglizenz

Voraussetzung für die Teilnahme an offiziellen nationalen oder internationalen Coursing-Veranstaltungen ist die Coursinglizenz. Für diese Lizenz müssen u. a. folgende Bedingungen erfüllt sein:

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Straight ahead Amore per sempre (Cliff)

Titel und Anwartschaften

Analog zu den Zuchtschauen gibt es auch beim Coursing nationale und internationale Veranstaltungen, bei denen verschiedene Anwartschaften errungen werden können (CACC, CACIL), mit denen man schließlich diverse Titel erreichen kann. Zum Vergleich siehe Abkürzungsverzeichnis und Infos zu Titeln.

Auf nationaler Ebene gibt es z. B. den Titel „Coursingchampion DWZRV“; international kann der Titel „Champion International de Course“ vergeben werden.

Nationaler Coursingchampion - Coursingchampion DWZRV

Nationale Anwartschaft: CACC = Certificat d'Aptitude au Championat des Courses de Coursing (Reserve-CACC für den zweitplatzierten Hund)

Das CACC (Res.CACC) kann bei allen vom DWZRV veranstalteten Leistungscoursings vergeben werden (und zwar pro Rasse und Geschlecht), wenn

Für einen Hund, der vier CACC (DWZRV) in einem Zeitraum von mehr als 12 Monaten (mindestens 1 Jahr und 1 Tag) erworben hat, kann der Eigentümer die Zuerkennung des Titels beim DWZRV beantragen.

WICHTIG:

Ab der Saison 2012 werden keine CACC- bzw. Res.CACC-Karten mehr ausgegeben. Der Gewinn der Anwartschaften CACC/Res.CACC wird direkt im Hundepass durch den ausrichtenden Verein eingetragen.

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Straight ahead Amélie

Internationaler Coursingchampion - Champion International de Course

Internationale Anwartschaft: CACIL = Certificat d'Aptitude au Championat International des Courses de Lévriers (Reserve CACIL für den zweitplatzierten Hund)

Das CACIL (Res.CACIL) kann bei internationalen Coursings, bei denen die FCI die CACIL-Vergabe festgelegt hat, vergeben werden (und zwar pro Rasse und Geschlecht), wenn

Für einen Hund, der mindestens zwei CACIL in zwei verschiedenen Ländern in einem Zeitraum von mehr als 12 Monaten erworben hat, kann der Eigentümer die Zuerkennung des Titels bei der FCI in Belgien beantragen.

WICHTIG:

Ab der Saison 2012 werden keine CACIL- bzw. Res.CACIL-Karten mehr ausgegeben. Das Erreichen des CACIL/Res.CACIL wird direkt im Hundepass durch den ausrichtenden Verein bestätigt.

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Greyhounds und CACIL-Vergabe

Leider sind bei den meisten Coursing-Veranstaltungen weniger als sechs Greyhounds am Start. Bei nationalen Coursings ist das nicht weiter tragisch, aber bei internationalen Events kann bei „Unterbesetzung“ das CACIL nicht vergeben werden; Gewinner und Zweitplatzierter erhalten in diesem Fall „lediglich“ die nationalen Anwartschaften (CACC und Res.CACC), falls diese vom ausrichtenden Verein beantragt wurden (was in der Vergangenheit nicht immer der Fall war)!

Verletzungsgefahr

Oft höre ich, dass Coursing für Windhunde viel zu gefährlich sei und dass sich die Hunde dabei schwer verletzen würden.

Meine Erfahrung ist eine andere. Wenn die Hunde optimal trainiert sind, bei den Läufen ausreichend eingelaufen und „nach getaner Arbeit“ wieder ausgiebig ausgelaufen werden, ist das Verletzungsrisiko gering.

Letztlich kann aber immer etwas passieren, ob nun beim Coursing oder einfach beim Freilauf auf dem hauseigenen Grundstück oder auf freiem Feld. Wenn man jegliches Verletzungsrisiko ausschließen wollte, müsste man seinen Hund entweder in Watte packen oder sollte am Besten überhaupt keinen Hund halten.

Straight ahead Aponi (rechts)

Zusammenfassung

Mir ist bewusst, dass ich mit meinem Artikel eine Fülle von Informationen liefere, die den Coursing-Neuling zu „erschlagen“ drohen. Weiterhin weiß ich, dass viele Insider eine andere Meinung vertreten als ich. Das ist Fakt.

Trotzdem kann ich nur an jeden Windhundehalter appellieren, seinem Windhund diesen „Spass“ zu gönnen, sei es bei der Teilnahme an Trainingsläufen oder an „offiziellen“ Veranstaltungen. Windhunde sind nunmal Sichtjäger, und die simulierte Hasenjagd kommt dem ursprünglichen Verwendungszweck dieser Rassen sehr nahe.

Quellenangabe

 

Straight ahead Aponi & Amélie (im Hintergrund Momo)

Dieser Artikel wurde nach bestem Wissen verfasst und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit.

 

Peter Guth
Kleinsteinhausen, Februar 2012

 

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