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2 - GHN in der ZukunftGreyhound
Hereditary Neuropathy (GHN)– How To Continue Now Hereditäre Neuropathie bei
Greyhounds - Wie geht es jetzt weiter?
At the time of writing, more than 150 blood samples of show
greyhounds have been analyzed. Even if affected puppies and their
parents are not counted (which are a kind of pre-selected samples who
would falsify the statistics), Cord Droegemueller reported about nearly
one third carriers among all tested Greyhounds. That’s a lot!
We should be well aware that the defect gene might be found nearly
everywhere – in suspicious bloodlines but also in dogs where nobody
would have thought to find it.
Derzeit
wurden mehr als 150 Blutproben von Show-Greyhounds auf Neuropathie
getestet. Selbst wenn betroffene Welpen und ihre Eltern nicht gezählt
wurden, waren lt. Cord Droegemueller über ein Drittel der getesteten
Greyhounds “Carrier” (= Träger).
Dies ist ein sehr grosser Anteil! Wir sollten uns bewusst sein, dass
das defekte Gen eigentlich überall gefunden wurde – in “verdächtigen”
Blutlinien genau so wie bei Hunden, bei denen man den Gendefekt nicht
erwartet hätte.
Of course, temptation is great to remove all
carriers from breeding immediately, to get rid of this defect gene as
soon as possible. But we shouldn’t forget that the gene pool of show
bred
Greyhounds is already quite limited – a further reduction would
probably create new problems. GHN isn’t the only health problem in the
breed, but it’s the easiest to control one, nowadays! Natürlich ist die Versuchung
gross, alle Träger sofort aus der Zucht herauszunehmen, um das defekte
Gen so schnell wie möglich los zu werden. Aber wir sollten nicht
vergessen, dass der Gen-Pool von Show-Greyhounds schon sehr klein ist –
eine weitere Verkleinerung würde wahrscheinlich neue Probleme
hervorrufen. GHN ist nicht das einzige Problem in der Zucht, aber es
ist heutzutage das am einfachsten zu kontrollierende Problem.
The challenge for us breeders now is to deal reasonably and
thoughtfully with the information we get from testing our dogs. Of
course it’s a great relief to see the own dogs free, but having
carriers doesn’t mean a disaster at all! If they are healthy, fit and
beautiful dogs who would be an important part of your breeding
programme, breed them! You just have to make sure that the other parent
is genetically neuropathy-free – then no single affected puppy will be
born ever again . We are not breeding “neuropathy-or-not” only, we are
breeding Greyhounds! Outstanding dogs or bitches, who probably have far
more virtues to give, shouldn’t be reduced on the neuropathy aspect
only. That shouldn’t be misunderstod as a carte blanche to breed each
and every carrier, but if such a carrier is of exceptional quality and
great breeding value, it could be important to leave him within the
gene pool, despite of his neuropathy status.
Die Herausforderung für
uns Züchter besteht jetzt darin, vernünftig und mit Bedacht mit den
Informationen umzugehen, die wir durch die Tests erhalten haben.
Natürlich ist es eine grosse Erleichterung, wenn die eigenen Hunde
“frei” sind, aber es ist kein Weltuntergang, wenn die eigenen Hunde
Träger sind. Wenn es sich dabei um gesunde, fitte und schöne Hunde
handelt, die ein wichtiger Bestandteil des Zuchtprogramms sein könnten,
sollte man mit ihnen züchten! Man muss allerdings sicher stellen, dass
der
andere Elternteil Neuropathie-frei ist – dann wird kein einziger
kranker Welpe geboren warden. Wir züchten nicht “entweder
Neuropathie-frei oder gar nicht”, sondern wir züchten Greyhounds.
“Aussenstehende” Rüden und Hündinnen, die vermutlich viele gute
Eigenschaften haben, sollten nicht nur auf den Neuropathie-Aspekt
reduziert werden. Dies sollte nicht als eine Freikarte mißverstanden
werden, mit jedem Träger-Tier zu züchten, aber wenn so ein Träger von
einer aussergewöhnlich guten Qualität ist und einen hohen Zuchtwert
hat, könnte es sehr wichtig sein, ihn im Gen-Pool
zu belassen, ungeachtet von seinem Neuropathie-Status.
Of course it will be the long-term goal to remove the defect
gene from the population one day, but we shouldn’t throw out the baby
with the bath by acting precipitously. Regarding the probably quite
high percentage of carriers within the gene pool, it would be nearly
irresponsible to remove them all from breeding at once. Reducing the
percentage of carriers slowly from generation to generation, continuing
testing as long as necessary is far the better way. In the end we will
get rid of the gene as well – but without the risk of a dramatic
limitation of the gene pool.
Natürlich muss es das
Ziel in Zukunft sein, diesen Gen-Defekt eines Tages aus der Population
zu entfernen, aber wir sollten jetzt nicht das Baby mit dem Badewasser
ausschütten. Wenn man sich die hohe Prozentzahl der Träger-Tiere
innerhalb des Gen-Pools ansieht, ist es nahezu unmöglich, all diese
Tiere jetzt gleich aus der Zucht zu nehmen. Es ist der weitaus bessere
Weg, die Anzahl der Träger-Tiere langsam von Genaration zu Generation
zu reduzieren und so lange testen zu lassen, wie es eben nötig ist. Am
Ende wird man dieses Gen ausgemerzt haben – aber ohne das Risiko einer
dramatischen Verkleinerung des Gen-Pools.
GHN is a terrible, fatal disease, but now it’s a problem of
the past! We now have a tool to control it, and should not focus on it
as the only criterium for breeding from a dog or not.
GHN ist eine
schlimme Krankheit, aber heute gehört diese Krankheit der Vergangenheit
an. Jetzt haben wir ein Kontroll-Werkzeug, und wir sollten uns nicht
darauf beschränken, GHN als das einzigste Kriterium für die Zucht
anzusehen.
Dr. med. vet. Barbara Keßler
Chair for Molecular Animal Breeding and Biotechnology
Ludwig-Maximilians-University Munich
Germany
Rumford Greyhounds
Übersetzung
Peter Guth „Straight
ahead Greyhounds" und GHNAlle Greyhounds des
Zwingers „Straight ahead“ sind auf GHN überprüft; die zur Zucht
verwendeten Rüden sind ebenfalls überprüft. Bei „Straight ahead“ werden
die Würfe so geplant, dass KEINE
an der Hereditären Neuropathie
erkrankten Welpen fallen können.
Eine weitere
Abhandlung über GHN
finden Sie HIER Text
mit freundlicher
Genehmigung von Frau Dr. Barbara Keßler, August 2010
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