| | in
memoriam Diese Seite ist den vier
Hunden gewidmet, die meine Eltern und mich
„vor den Windhunden“ über 25 Jahre lang
begleitet haben – Sascha,
Phoebe, Amy und Buddy. Die Fotos lassen
sich
durch Anklicken vergrößern.
 Blick
aus meinem Fenster... |  |
A
b s c h i e d Das Gute
fliegt jetzt davon
dorthin
wo alles
nicht immer
in die Vergangenheit fällt
sondern täglich
auf-
und untergeht
wie die Sonne Erich
Fried |
S
a s
c h a
| Sascha,
ein
graumelierter Kleinpudel,
war mein erster Hund. Meine Eltern
übernahmen ihn im Alter von fast vier Jahren von Bekannten,
die den Rüden wegen eines Umzugs in eine
„hundefreie“ Mietwohnung abgeben mussten. Anstatt
ins Tierheim kam das Hundchen zu uns – in eine Familie, die
noch keinerlei Erfahrung in „Hundedingen“ hatte und
dem „lieben Hundilein“ viel zu viele
„Freiheiten“ ließ, was dieser
natürlich „schamlos“ ausnutzte… Der Pudel hatte
keinerlei Erziehung genossen, zog an der Leine, bis er
sich strangulierte, und legte sich mit jedem anderen Rüden an,
auch wenn dieser
„kräftemäßig“ haushoch
überlegen war. Sascha war ein
„Draufgänger“, er liebte es, stundenlang
Bällchen zu apportieren, und war auch sonst in keinster Weise
„klein zu kriegen“; der Rüde
büchste regelmäßig aus und war dann
stundenlang „unterwegs“… |  |
Sascha
(1977 – 1990) |
Der
kleine Kerl
war ein in jeder Hinsicht sehr robuster Hund,
äußerst gelehrig und erreichte ein biblisches Alter
von dreizehn Jahren, bis er anfangs 1990 eingeschläfert werden
musste.
P
h o
e b e
 Phoebe
(1989 – 1994) |  |
In seinem
letzten
Lebensjahr gesellte sich zu Sascha eine fast acht Monate alte deutsche
Dogge hinzu, die ich Phoebe
taufte. Die Hündin kaufte ich
– noch als „Fußgänger“
(nichtbehinderte Menschen werden von Rollstuhlfahrern oft
„Läufer“ oder
„Fußgänger“ genannt;-) - einem
„Hundehändler“ ab, der unzählige
Hunde verschiedenster Rassen und Altersstufen in einer katastrophalen
Unterkunft untergebracht hatte; dementsprechend sahen die Hunde auch
aus und waren in einem erbärmlichen Gesundheitszustand. Obwohl
man die kriminellen Machenschaften solcher
„Tierfreunde“ durch den Hundekauf nicht
unterstützen sollte (Tierschutz und Polizei hatte
ich eingeschaltet…),
nahm ich die völlig verwahrloste Hündin mit nach
Hause. Phoebe war total verwurmt, hatte schrecklichen Durchfall und die
kupierten Ohren waren entzündet und vereitert. Diese
„äußerlichen Schäden“
bekamen meine Eltern und ich mit viel Geld, Geduld und Liebe in den
Griff, aber die „seelischen Wunden“ der
Hündin waren nur ansatzweise heilbar. Phoebe blieb ihr leider
viel zu kurzes Leben lang ein extrem ängstlicher Hund, der nur
zu ganz wenigen Personen Vertrauen gefasst hat… |
| Die
Hündin
war erst ein paar Wochen bei uns, als ich folgenschwer verunfallte;
seit September 1989 bin ich querschnittgelähmt. Als ich nach
monatelangem Klinikaufenthalt als Rollstuhlfahrer nach Hause kam, war
das kleine Hundchen zu einer stattlichen Dogge herangewachsen, die etwa
die gleiche Gewichtsklasse wie ich hatte und mich im Rollstuhl fast
überragte… Nach einigen
„Anfangsschwierigkeiten“ mauserte sich Phoebe zu
einem nahezu perfekten „Rolli-Hund“ (neu-deutsch:
Behinderten-Begleit- oder Assistenz-Hund), mit dem ich ohne technische
Hilfen „Gassi-Rollen“ konnte. Leider erkrankte
die Hündin an flächendeckendem Krebs im Bauchraum und
musste im Alter von nicht einmal sechs Jahren „über die
Regenbogenbrücke
gehen“. |  |
 Phoebe
in Aktion... |
A m y Nach dem
„schlimmen Ende“ von Phoebe dauerte es
über ein Jahr lang, bis ein neuer Hund in unser Leben trat.
Nachdem ich mich eingehend mit dem Thema
„Kampfhunde“ (ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie
ich dieses „Un-Wort“ hasse!) beschäftigt
hatte, kaufte ich 1995 eine American-Staffordshire-Terrier-Hündin
im Alter von zehn
Wochen. Das kleine dunkelgestromte Energiebündel wurde Amy
getauft und wuchs zu einem 34 kg AmStaff heran. Die Hündin war
körperlich und geistig in jeder Hinsicht topfit. Im Gegensatz
zu der deutschen Dogge konnte ich Amy nur mit Hilfe eines elektrischen
Rollstuhl-Zuggerätes ausführen - zu groß
waren ihr überschäumendes Temperament und ihre
unbändige Kraft (dieses „Rolli-Bike“
benutze ich noch heute für das Gassi-Rollen mit meinen beiden
Greyhounds, siehe auch Fragen
und Antworten). Im Jahr 2001 legte mein
Vater mit der bereits 6-jährigen
Hündin ohne Schwierigkeiten gleich zwei mal die
Begleithundeprüfung ab, um seine „Sachkunde zur
Führung eines (angeblich) gefährlichen
Hundes“ nachzuweisen. Zu dieser Zeit war in Deutschland und
dem benachbarten Ausland eine regelrechte
„Kampfhunde-Hysterie“ ausgebrochen, die dazu
führte, dass willkürlich aufgelistete Hunderassen
(von Bundesland zu Bundesland verschieden!) und deren Mischlinge a
priori als „gefährlich“ eingestuft wurden
und die Haltung solcher Hunde entsprechend negativ sanktioniert wurde!
Kaum hatten wir alle behördlich geforderten Auflagen zur
Haltung unseres Staffords erfüllt, erkrankte Amy an
Lymphdrüsenkrebs und wurde 2002 innerhalb von nur zwei Monaten
von dieser entsetzlichen Krankheit dahingerafft. Es
war sehr schlimm und
niederschmetternd für meine Eltern und
mich, den körperlichen und geistigen Zerfall von Amy und
Phoebe mitanzusehen
und erkennen zu müssen, dass keine
Therapie mehr anschlägt…
B
U D
D Y
Buddy |  |
Bevor ich
mit
Aischa unseren ersten Greyhound im Jahr 2003 kaufte
(siehe Wir
über uns -
wie alles begann...), hatten
meine Eltern und ich einen ca. 15 Monate alten, tricolor-farbenen Bullterrier-Rüden
aus dem Tierheim für ein paar
Monate in Pflege. Der krummbeinige Bulli war hochgradig an Borreliose
erkrankt Anmerkung:
"Zeckenborreliose / Lyme-Borreliose ist eine vor allem
chronisch verlaufende, schwierig zu diagnostizierende, bakterielle
Infektionskrankheit beim Hund. Die Erreger der Borreliose sind
Borrelien (Spirochätenart). Dabei handelt es sich um winzige,
korkenzieherartige Bakterien." - Dr. Monika Schubert-Hoss und
hatte an einem
Hinterlauf ein massiv
entzündetes Sprunggelenk. Wir mussten mit dem Rüden
über 40-mal zum Tierarzt, bis die Medikation
„stabil eingestellt“ war und der Bullterrier in ein
endgültiges Zuhause vermittelt werden konnte. Auch
dieser
Hund, der nur für eine kurze Zeitspanne bei uns war, soll an
dieser Stelle erwähnt werden. Wir hoffen sehr, dass es Buddy
in jeder Hinsicht ausgezeichnet geht... |
Copyright
2007
by Peter Guth
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